Anton von Werner-Archiv

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Hintergrund: Ziel des Projekts ist der Einsatz einer relationalen Datenbank mit hochgradig verknüpften Tabellen zur strukturierten Speicherung vielfältiger Informationen und zur Unterstützung inhaltlicher Analysen; insgesamt umfasst sie 204 Tabellen.
"...seinem Archiv, das eine Fülle an Abbildungen und Querbezügen bereithält, verdanke ich zahlreiche Informationen. Seine akribische Durchsicht meines Manuskripts hat mich vor etlichen Fehlern, Unstimmigkeiten und Lücken bewahrt." (Bartmann, Dominik. Anton von Werner - Werkverzeichnis ⇒  Aktuelle PDF-Version)

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Anton von Werner an Eugen Felix (Mi, 05.01.1887)

Bilder

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Informationen

Typ
Brief
Kategorie
Dienstlich
Medium
Handschriftlich
Zusatz Medium
8°. 2 Bl., davon 4 S. beschrieb. Gefalt.
Seitenzahl
4
Zusammenfassung
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, datiert mit Berlin, 5.1.1887, an den Maler Eugen Felix. Es geht um finanzielle Dinge und die Frage, ob die Österreicher bei der kommenden Jahrhundertausstellung in Melbourne sich der Deutschen Abteilung anschließen.
Vollständigkeit
Vollständig
Abschrift
Berlin 5. 1. 1887.
Lieber Herr Felix!
Die neuliche Bitte von uns an Sie
8000 Mk in Papieren (Consuls à 1000 Mk)
zu senden, hatte nur die Voranssetzung
daß die Kassenbestände der Deutschen
Künfgenossenschaft durchaus in
Effekten angelegt seien u. baare
Lassenbestände gar nicht oder nur in
geringer Höhe vorhanden wären.
Sonst stellen wir natürlich Ihnen Alles
anheim. In unserer neulichen General-
versammlung u. durch verschiedene
dringliche Schreiben an die Genossenschaften
habe ich für Ihre Ausstellung alles
Mögliche zunächst gethan. Unser Architekt
Hoffacker kommt gegen den 10. od. 12.
Januar nach Wien. Wegen Ihrer Lotterie
1

[S. 2]
werde ich nochmal direkt bei
Minister v. Puttkammer inter-
veniren. Nun noch eine delikate
Angelegenheit, welche mir unangenehm
ist, welche aber doch erledigt werden
muß: Ich habe für die Wiener
Internationale Ausstellung als einer
= ausländischen" 10 - 20000 Mk
aus dem uns für solche Zwecke bewilligten
Subventionsfond beantragt.
Das ist natürlich zugestanden --
-- aber: der Reichskommissar für
Melbourne erklärte gleichzeitig, daß
Fracht- u. Versicherungskosten derjenigen
Kunstwerke, welche von Österreich, also von
Ihren Landsleuten aus nach Melbourne
gesandt würden, seitens des Deutschen

[S3]
Reiches nicht getragen werden könnten,
unser Rechnungshof würde u.
müßte staatsrechtliche Bedenken
dagegen geltend machen. Selbst -
verständlich würden wir uns lebhaft
freuen, die Werke unserer Wiener
Kollegen mit in unserer Abtheilung
auszustellen, namentlich wenn Österreich-
Ungarn keine besondere Kunstabthlg
in Melboume hat, die Kosten
müßten aber dortseits getragen
werden. Sollte daraufhin von Ihnen
doch mit uns ausgestellt werden, so
ließe sich die Sache vielleicht so
machen, daß die Kosten zunächst
von uns ausgelegt u. in Summa
von Ihrem Lokalverein an den Haupt-
vorstand hier zurückerstattet würden,
vorausgesetzt, daß unser Reichskomissar

[S. 4]
auf diesen Modus eingeht.
Ich bedauen die Sache aufrichtig
u. bitte Sie, Ihren Kollegen
sie in schonender Form mitzu-
theilen.
Mit besten u. freundschaftlichsten
Grüßen
Ihr ergebener
AvWerner
2

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Zum Brief/Text
Kurze Beschreibung mit Daten:
  • 🔗Kiefer Buch- und Kunstauktionen (Hrsg.) (2015, Februar) Auktion 92. Pforzheim: Kiefer Buch- und Kunstauktionen🔗Externe Seite ⬈
Anlage
18.04.2020
Letzte Änderung
14.04.2026