Anton von Werner-Archiv

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1915: A.F.S. - Nachruf auf Anton von Werner in der Neuen Freien Presse (A.F.S.)

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Will man aber die künstlerischen Qualitäten des Meisters würdigen, so muß man seine Illustrationen zur Hand nehmen [...]
In einer Zeit der künstlerischen Anarchie, wie es die unsrige ist, wird natürlich alles, was nur einigermaßen nach dem Schulmeister schmeckt, mit dem dreifachen Bann belegt. Darin verrät sich das schlechte Gewissen! Man will nichts davon hören, daß der Künstler etwas lernen, der Beschquer etwas verstehen müsse. Es ist ja so viel be­ quemer, bloß genial oder sensibel zu sein. Wenn aber eine künftige Zeit die Kunst der siebziger und achtziger Jahre nicht mehr im Schatten und als Folie der gegen­ wärtigen, sondern als selbständig und historisch empfinden wird, dann wird auch manches— nicht alles— von Werner wieder zu Ehren kommen und verstanden werden.
[...] Sie wird Anton v. Werner als einen Künstler einschätzen, der den Mangel an starker Persönlichkeit durch ein so ungewöhnliches und vielseitiges Können und Wissen auszugleichen verstanden hat, daß ihm unter den Sternen am Kunsthimmel Deutschlands für immer ein Platz gesichert bleibt.1

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Zusammenfassung
Die Verachtung Anton von Werners in den letzten zwei Jahrzehnten wird sich in Zukunft wieder relativieren.
Kritiker
A.F.S.
Publikationen
Kapitel / Artikel:
  • 🔗 A. F. S. Feuilleton. Anton v. Werner in 🔗Hemberger, Andreas (Hrsg.) (Fr, 08.01.1915) Neue Freie Presse. Jg. 1915 Nr 18095. Morgenblatt. Wien: Neue Freie Presse, S. 1🔗Externe Seite ⬈ abgerufen am 10.05.2026.
Anlage
12.07.2023
Letzte Änderung
10.02.2024