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1891: Adolf Rosenberg - Die kunstgeschichtliche Bedeutung von Anton von Werner

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Als Anton von Werner vor siebzehn Jahren auf das Andringen der freien Künstlerschaft Berlins zum Direktor der dortigen Hochschule für die bildenden Künste, der mit der Akademie verbundenden Lehranstalt, ernannt wurde, glaubten die Fürsprecher dieser Wahl damit den verzopften und verrotteten Zuständen der Akademie ein Ende zu machen. Heute, nachdem ein anders denkendes Geschlecht herangewachsen ist, nachdem die Wortführer von damals stille Männer geworden sind oder sich doch von den dreisten Naturalisten überschreien lassen, würde es kaum noch überraschen, wenn Anton von Werner, den der souveräne Wille der Künstlerrepublik vor anderthalb Jahrzehnten auf den Schild erhoben hat, von derselben Macht wieder gestürtz und in die Rumpelkammer verwiesen würde, die schon so viele Akademiedirektoren und Akademiker aufgenommen hat. Die Bereitschaft und die Lust dazu scheinen in vielen unruhigen Köpfen schon vorhanden zu sein.
Publikationen
Ausführliche Beschreibung mit Bewertung:
  • 🔗 Rosenberg, Adolf Die internationale Kunstausstellung zu Berlin 1891, Teil 3 in 🔗Grunow, Johannes (Hrgs.) (1891) Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst.. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst Jg. 50 Drittes Vierteljahr. Leipzig: Verlag von Friedrich Wilhelm Grunow, S. 311-312🔗Externe Seite ⬈ abgerufen am 10.05.2026.
Anlage
18.06.2022
Letzte Änderung
04.02.2025