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Anton von Werner (Di, 11.04.1899)

Bilder

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Informationen

Zusammenfassung
Ein Gedächtnisprotokoll der Besichtigung der Neuordnung der Nationalgalerie, zu der Anton von Werner auf ausdrücklichen Befehl Kaiser Wilhelms II. erscheinen musste.
Anmerkung
Vermutlich am gleichen Tag entstanden
Abschrift
Herr von Tschudi erläuterte die Bilder. Zu Böcklin's Porträt mit dem Todtengerippe, v. Tsch.: daß nach Krankheit Böcklin's enstanden mit Anklängen an Todtentanz. Se. M.: Er sähe lieber an Stelle des Gerippes einen Genius od. dgl. Se. M. verhehlte seine Abneigung gegen Böcklin nicht [...] Bei Ad. Menzel's Eisenwalzwerk Se. M. zu v. Tschudi: "Sehen Sie, das ist ächt und wahr, eine Verherrlichung der Arbeit, und nicht all das Schmutzige Verkommene und Widerliche, was die Modernen bei Darstellung der Arbeiter jetzt immer betonen." [...] Von Liebermann u. F.v. Uhde wollte Se. M. nichts wissen [...] Der Kaiser äußerte, als ich mich beim Eintritt bei ihm meldete u. Er mich begrüßte: "Ich muss mal hier inspizieren." H. v. Tschudi hat französische Künstler u.a. der modernsten Richtung wie Manet, Monet, Degas u.a., von älteren Millet auf Ehrenplätze in besonders ausgestattete Kabinets gehängt, viele Deutsche Bilder ausgewiesen [...] Bei Millet versuchte v. Tsch. auf die Aufforderung Sr. M., "Nun erklären Sie mir mal, was Sie daran finden" Millet zu einer Art Rembrandt zu machen. Se. M.: "Nee, nee, dann wollen wir doch lieber den wirklichen Rembrandt." Auch die anderen, wie Fragiacomo, Segantini erregten bei Sr. M. Kopfschütteln u. Widerspruch[...]1

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Zum Brief/Text
Kurze Beschreibung mit Daten:
  • 🔗Bartmann, Dominik (1985) Anton von Werner. Zur Kunst und Kunstpolitik im Deutschen Kaiserreich. Berlin: Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, S. 217, 275
Verwendung
  • 🔗Bild zu VerschiedenesTagebuch Anton von Werner
Anlage
12.07.2025
Letzte Änderung
13.07.2025

Kunstwerke