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Anton von Werner - Titelblatt zu "Maenner und Thaten". Vaterländische Balladen von Feodor von Köppen (1881 ca.)

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Informationen

Künstler
Titel
  • Titelblatt zu "Maenner und Thaten". Vaterländische Balladen von Feodor von Köppen
Datierung
Kurzbeschreibung
Titelblatt des Buchs Männer und Thaten. Vaterländische Balladen von Fedor von Köppen.
Höhe x Breite (cm )
32,60 x 20,70
Inschrift
Oben Mitte:
MAENNER
UND
THATEN

Unten Mitte:
Vaterländische Balladen
von
Fedor v. Köppen.
Bild GrößenvergleichBild zum Kunstwerk
Besitzer
  • 🔗Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett. SZ Av.Werner 125. Überweisung
Autor
🔗Köppen, Fedor von (1881) Männer und Thaten. Vaterländische Balladen. Leipzig: Verlag von Alphons Dürr, S. Titelblatt (Abb.), Frontispiz (Abb.)🔗Externe Seite ⬈
NeutralNeutral
Zusammenfassung
Das Gedicht Ein deutscher Kriegsrat zu Versailles.
Abschrift
In König Wilhelms Hauptquartier Schlug eine schwere Stunde, Sie hatten von der Loire hier Die erste trübe Kunde. 1 Der Feind hat Truppen aufgebracht In allen Waffenplätzen, Jetzt rückt er an mit Übermacht, Die Hauptstadt zu entsetzen. Des Königs Haupt ist sorgenschwer, Er sehnt sich still nach Frieden, Er denkt, wie lange schon das Heer Die Heimat hat gemieden. Zum Kriegsrat kamen Moltke, Roon, Die Herren der Heeresleitung, Auch unser Fritz, der Königsohn, In Blumenthals Begleitung. Ihr Herrn, hub König Wilhelm an, Jetzt gilt's, Entschluss zu fassen, Soeben meldet von der Tann, Das Orleans verlassen. Die Sachen wollen nicht mehr gehn, So wie sie angefangen, Das kommt -- wir wollen's nur gestehen: -- Wir sind zu weit gegangen. Uns hat zu kühn gemacht das Glück, Das läßt uns wohl erwägen, Drum trifft uns jetzt das Mißgeschick Mit solchen harten Schlägen. Ich muß Euch fragen über dies, Wollt Euren Rat mir geben, Ob die Belag'rung von Paris Nicht besser aufzuheben? -- Wohl klang nach manchem stolzen Sieg Die Frag' als eine harte, -- Roon hört' sie ungern, Moltke schwieg, Podbielski trug die Karte. Eifrig besprach sich unser Fritz Mit Blumenthal ganz leise, Da hob sich Roon von seinem Sitz Und sprach auf seine Weise: Ew. Majestät, mir scheint es Pflicht, Die Frage zu verneinen, Die Sachen stehn noch lange nicht So schlimm, wie Sie vermeinen. Gott half uns bis auf diesen Tag So treu in allen Kämpfen, Da soll der erste Unglücksschlag Noch unsern Mut nicht dämpfen. Gott ist Derselbe früh und spät, Er hilft so heut' wie morgen; Sie haben unrecht, Majestät, Zu zweifeln und zu sorgen. -- Die Andern hörten wie perplex, Was sprach der kühne Degen, Da streckte unser Wilhelm Rex Ihm seine Hand entgegen: Recht so! nehmt von den Mund kein Blatt, Wahrheit vor allen Dingen! Und wer das Schwert geschliffen hat, Weiß auch wohl, es zu schwingen. Ich stimm Euch bei; -- ihr Herrn, nur flott So weiter unverdrosssen! Wir bleiben stehn und bau'n auf Gott; -- Der Kriegsrat ist geschlossen.

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  • 🔗Köppen, Fedor von (1881) Männer und Thaten. Vaterländische Balladen. Leipzig: Verlag von Alphons Dürr, S. Titelblatt (Abb.), Frontispiz (Abb.)🔗Externe Seite ⬈
Anlage
12.12.2025
Letzte Änderung
13.12.2025

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